VOM FELD IN DEN TOPF: HERBSTLICHE BAUERNKüCHE

Von der Dosenananasscheibe auf dem Toast bis zu eingeflogenem Superfood: Bäuerliche Küche konnte man sich hierzulande eine Zeitlang ja einrexen. Dabei führt sie zusammen, was heute gefragt ist: bio, frisch, regional, saisonal – und auch wenig Zucker und fleischlos.

Dass es keine verzopfte Küche ist, zeigt die Seminarbäuerin Elisabeth Lust-Sauberer aus dem Weinviertel mit Renate Wagner-Wittula im Buch „Bauernküche“, gegliedert nach den Jahreszeiten. Die Rezepte sind alltagstauglich: Früher nahm man schnell etwas aufs Feld mit – nun bereitet man den Snack für Büro und Freibad vor.

KURIER: Was ist Bauernküche, was zeichnet sie aus?

Elisabeth Lust-Sauberer: Das ist Kochen nach Saison, weil das Gemüse vor der Haustür wächst. Ich weiß, wo mein Essen herkommt, und es ist frisch. Es ist auch Kochen auf Vorrat und Reste verwerten.

Sie bieten Seminare an. Ist altes Wissen derzeit gefragt?

Ja! Ich fahre samstags nach Wien auf den Bauernmarkt am Yppenplatz. Die Jugend interessiert sich wieder für Selbstgemachtes – das war eine Zeit gar nicht der Fall! Ich will vermitteln, dass man von der Saat bis zum Genuss denkt.

Wie wichtig ist der Herbst?

Es ist die Haupterntezeit. Erdäpfel, Mais, Zuckerrüben, der Wein, alles wird heimgetan. Der Lohn vom Jahr! Das Gemüse kommt auf Vorrat in die Tiefkühltruhe und in den Keller. Man machte einfache Rezepte für arbeitsreiche Tage. Ich hab’ vorhin Letscho gemacht, Paradeiser eingekocht. Jetzt freu’ ich mich auf den „Erntehahn“, der bei uns nach dem Erntestress gebraten auf den Tisch kommt.

Rezept 1: Paradeisersuppe

Putenschnitzel im knusprigen Erdäpfelmantel

2023-09-16T03:07:20Z dg43tfdfdgfd